Kunden gewinnen ohne Werbebudget: 5 Dinge, die in einer Woche gehen
Kein Geld für Anzeigen? Ein großer Teil davon, wie neue Kunden dich finden, kostet nur Zeit. Ein Wochenplan mit einer Stunde pro Tag.

Kein Geld für Anzeigen, keine Zeit für eine große Marketing-Strategie? Das ist bei den meisten kleinen Betrieben in Österreich ganz normal. Die gute Nachricht: Ein großer Teil davon, wie neue Kunden dich finden, kostet nichts außer ein bisschen Zeit. Ich habe dir fünf Dinge zusammengestellt, die du in einer Woche schaffen kannst, jeden Tag eines, jeweils in rund einer Stunde.
Tag 1: Dein Google-Unternehmensprofil in Ordnung bringen
Wenn jemand „Friseur in der Nähe“ oder „Installateur Gänserndorf“ sucht, zeigt Google zuerst die Karte mit den Betrieben aus der Umgebung. Dort landest du nur mit einem Google-Unternehmensprofil. Laut Google hängt die Reihenfolge in der lokalen Suche vor allem von drei Dingen ab: wie gut dein Eintrag zur Suche passt, wie weit du entfernt bist und wie bekannt dein Betrieb ist. Google schreibt auch ausdrücklich, dass man sich ein besseres Ranking nicht kaufen kann.
Was du heute machst:
- Prüfe Name, Adresse und Telefonnummer. Sie sollten überall gleich geschrieben sein, auf Google, auf deiner Website und auf deiner Visitenkarte.
- Trag deine Öffnungszeiten ein, auch die Sonderzeiten rund um Feiertage.
- Wähl die passende Hauptkategorie und schreib in die Beschreibung in normalen Worten, was du machst und für wen.
- Lade ein paar echte Fotos hoch: Geschäft von außen, damit man dich findet, und deine Arbeit.
Wenn du noch kein Profil hast, kannst du es kostenlos bei Google anlegen. Die Bestätigung, dass der Betrieb dir gehört, dauert manchmal ein paar Tage, also fang am besten heute damit an.
Tag 2: Um Bewertungen bitten
Bewertungen sind für viele Leute der Grund, sich für einen Betrieb zu entscheiden. Google nennt positive Bewertungen und hilfreiche Antworten des Inhabers als einen Weg, in der lokalen Suche aufzufallen.
Der einfachste Weg: Hol dir in deinem Unternehmensprofil den Link zum Bewerten und schick ihn zufriedenen Kunden, oder frag direkt nach einem Auftrag, der gut gelaufen ist. Ein Satz reicht: „Wenn du zufrieden warst, würde mir eine kurze Bewertung auf Google sehr helfen.“
Wichtig: Biete keine Gegenleistung an, also keinen Rabatt und kein Geschenk für eine Bewertung. Das verstößt gegen die Richtlinien von Google. Wie du ganz konkret fragst, ohne aufdringlich zu wirken, steht in meinem Beitrag Mehr Google-Bewertungen bekommen.
Tag 3: Bei früheren Kunden in Erinnerung bleiben
Leute, die schon einmal bei dir waren, kennen dich und vertrauen dir. Trotzdem vergessen viele mit der Zeit, dass es dich gibt. Hier lohnt es sich, nachzudenken, wer lange nicht mehr da war.
Aber Achtung bei Werbung per Telefon, E-Mail oder SMS. In Österreich regelt das § 174 Telekommunikationsgesetz. Werbeanrufe ohne vorherige Einwilligung sind unzulässig, und auch für Werbe-Mails und SMS brauchst du grundsätzlich eine Zustimmung. Für eigene Kunden gibt es eine Ausnahme mit genauen Bedingungen. Die Wirtschaftskammer erklärt auf ihrer Seite, was erlaubt ist.
Was immer geht:
- Frag deine Kunden beim nächsten Besuch, ob du dich melden darfst, wenn es etwas Neues gibt, und notier dir das.
- Melde dich bei Kunden, die dem zugestimmt haben, persönlich und einzeln, nicht mit einer Massenmail.
- Erinnere an etwas Konkretes, das für den Kunden nützlich ist, etwa die jährliche Wartung oder den nächsten Termin.
Wann du wen am besten anschreibst, erkläre ich ausführlich in Stammkunden zurückholen.
Tag 4: Visitenkarte oder Aushang mit QR-Code
Viele Kunden würden dich gern weiterempfehlen oder später wiederfinden, haben aber deinen Namen schnell vergessen. Ein QR-Code hilft dabei. Erstell einen Code, der direkt auf dein Google-Profil oder deine Website führt, und druck ihn auf:
- deine Visitenkarte,
- einen kleinen Aufsteller an der Kasse oder am Empfang,
- deine Rechnung oder den Lieferschein.
Wenn der Code direkt zum Bewertungslink führt, verbindest du Tag 2 und Tag 4. Teste den Code vorher mit deinem eigenen Handy.
Tag 5: Deine Website ehrlich prüfen
Wer dich auf Google findet, klickt oft als Nächstes auf deine Website. Nimm dir dein Handy und schau sie dir an, als wärst du ein neuer Kunde:
- Siehst du auf den ersten Blick, was du anbietest und wo?
- Kann man die Telefonnummer antippen und direkt anrufen?
- Stimmen die Öffnungszeiten und Preise noch?
- Lädt die Seite schnell, und kann man alles lesen, ohne zu zoomen?
- Gibt es ein vollständiges Impressum? Laut Wirtschaftskammer gelten für Unternehmens-Websites in Österreich Informationspflichten nach dem E-Commerce-Gesetz und dem Mediengesetz, und die Angaben müssen leicht auffindbar sein.
Wenn du hier mehrmals „nein“ sagst, ist das kein Weltuntergang. Oft reichen ein paar Änderungen. Wenn die Seite aber so alt ist, dass sich das nicht mehr lohnt, ist eine neue, einfache Seite meist günstiger als gedacht. Das ist das, was ich mit Klickfest mache: einfache Websites für lokale Betriebe.
Nach der Woche
Diese fünf Dinge sind kein Trick, der über Nacht Kunden bringt. Aber sie sorgen dafür, dass Leute, die dich suchen, dich auch finden, dir vertrauen und dich wiederfinden. Das Schöne daran: Einmal eingerichtet, arbeitet das meiste davon von selbst weiter. Plan dir danach einmal im Monat eine halbe Stunde ein, um Profil, Bewertungen und Website kurz durchzuschauen.
Profil, Bewertungen, frühere Kunden, QR-Code und Website: fünf kostenlose Schritte, damit dich findet, wer dich sucht.
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Website, Google, Bewertungen, Nachfassen und Stammkunden: der Gratis-Leitfaden mit Vorlagen und 90-Tage-Plan.
Quellen
Alle Angaben habe ich mit diesen Quellen geprüft (Stand: 28. Oktober 2026). Die rechtlichen Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung – bei Detailfragen hilft die Wirtschaftskammer.
- Google Unternehmensprofil-Hilfe: Tipps zur Verbesserung des lokalen Rankings bei Google
- Google Suche-Hilfe: Community-Richtlinien für von Nutzern erstellte Inhalte
- RIS, § 174 TKG 2021 (Unerbetene Nachrichten)
- WKO: Werbung per Telefon, Fax, E-Mail, SMS – was ist erlaubt?
- WKO: Impressum und Offenlegung

