Vertrauen

Mehr Google-Bewertungen bekommen, ohne peinliches Nachfragen

Drei gute Momente zum Fragen, der direkte Bewertungslink in zwei Minuten und die Regeln, die du kennen solltest, damit dein Profil sauber bleibt.

M Maria K. ★★★★★ „Passt scho – super Arbeit, gern wieder!“ T Thomas B. ★★★★★ „Schnell, sauber und sehr freundlich.“ S Sabine W. ★★★★★ „Termin am selben Tag bekommen. Top!“ Zufrieden? Scannen & bewerten Danke!
Kurz gesagtHol dir einmal deinen Bewertungslink und bitte danach jede Kundin und jeden Kunden mit derselben freundlichen Nachricht um eine ehrliche Bewertung, ohne Gegenleistung und ohne Druck.

Zufriedene Kundschaft sagt „Passt scho, danke!“ und geht. An eine Bewertung denkt in dem Moment kaum jemand. Damit dein Google-Profil zeigt, wie gut du wirklich arbeitest, brauchst du also ein bisschen Mithilfe: eine Bitte zum richtigen Zeitpunkt und einen Link, der den Rest einfach macht.

Laut Google können mehr Bewertungen und positive Bewertungen deinem lokalen Ranking helfen. Noch wichtiger finde ich aber den zweiten Punkt, den Google nennt: Ehrliche und ausgewogene Bewertungen helfen Menschen bei der Entscheidung. Genau darum geht es. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du ganz entspannt fragst und welche Regeln du dabei einhalten solltest.

Niemand sucht gern in Google Maps nach deinem Profil, um dann noch den richtigen Button zu finden. Google stellt dir deshalb einen direkten Link und einen QR-Code zur Verfügung, die sofort zum Bewertungsformular führen.

Den QR-Code kannst du laut Google derzeit nur am Computer erzeugen, nicht am Handy. Plan dir dafür also einmal fünf Minuten am PC ein.

  • Melde dich am Computer mit dem Google-Konto an, mit dem du dein Unternehmensprofil verwaltest.
  • Öffne dein Profil und wähle „Rezensionen lesen“.
  • Klick auf „Mehr Rezensionen erhalten“.
  • Kopier den Link über „Kopieren“ oder speicher den QR-Code mit Rechtsklick als Bild.

So geht’s: Speicher den Link als Notiz am Handy und als Textbaustein in deinem Mailprogramm. Den QR-Code druckst du auf eine kleine Karte oder auf deine Rechnungsvorlage.

Moment 1: Wenn jemand zufrieden ist und es sagt

Wenn jemand sagt „Das ist super geworden“, ist eine Bitte um eine Bewertung keine Aufdringlichkeit, sondern eine naheliegende Frage. Bleib dabei locker und mach klar, dass es freiwillig ist.

Eine Formulierung, die sich bewährt: „Danke, das freut mich wirklich! Wenn Sie mögen, würde mir eine kurze Google-Bewertung als kleinem Betrieb sehr helfen. Ich schick Ihnen den Link gern per SMS.“ Dann schickst du den Link wirklich gleich ab, solange der Moment noch frisch ist.

Moment 2: Bei der Übergabe, Abholung oder an der Kassa

Eine kleine Karte mit QR-Code, die du bei der Übergabe mitgibst oder neben die Kassa stellst, erinnert ohne Worte. Google nennt genau solche Orte als Möglichkeit: Rechnungen, Danke-Mails oder gedruckt im Geschäft.

Wichtig dabei: Google erlaubt nicht, dass Betriebe Kundschaft vor Ort zu einer Bewertung drängen oder sie dazu verpflichten. Die Karte liegt also da, wer mag, scannt sie zu Hause. Niemand muss vor dir am Handy tippen.

Moment 3: Die Danke-Nachricht am nächsten Tag

Für Handwerksbetriebe und Dienstleister funktioniert oft eine kurze Nachricht am Tag nach dem Auftrag am besten. Sie wirkt persönlich und erreicht die Kundschaft in einem ruhigen Moment.

Zum Beispiel: „Guten Tag Frau Novak, danke nochmals für Ihren Auftrag in Wolkersdorf. Falls Sie ein paar Minuten Zeit haben, freue ich mich über eine ehrliche Bewertung auf Google: [Link]. Und falls doch noch etwas nicht passt, melden Sie sich bitte direkt bei mir. Liebe Grüße, Thomas Probe, Malerei Muster.“

So geht’s: Mach daraus eine feste Gewohnheit: Jeder abgeschlossene Auftrag bekommt am nächsten Tag diese Nachricht, nicht nur die, bei denen du ein gutes Gefühl hast.

Frag alle, nicht nur die Zufriedenen

Das klingt zunächst überraschend: Google verbietet ausdrücklich, gezielt nur zufriedene Kundschaft um positive Bewertungen zu bitten oder negative Bewertungen zu verhindern. Ein vorgeschaltetes „Waren Sie zufrieden? Wenn ja, bitte hier bewerten“ ist damit nicht erlaubt.

Für dich ist das eigentlich eine Erleichterung. Du musst nicht vorher abwägen, wen du fragst. Du fragst einfach alle mit derselben Nachricht. Wer wirklich unzufrieden ist, meldet sich ohnehin, und dann hast du die Chance, das Problem zu lösen.

Was nicht erlaubt ist

Google hat dazu klare Richtlinien. In Österreich kommt das Lauterkeitsrecht dazu: Seit der UWG-Novelle zur Umsetzung der EU-Modernisierungsrichtlinie (MoRUG II) stehen gefälschte Verbraucherbewertungen auf der sogenannten schwarzen Liste des UWG. Verboten ist es, gefälschte Bewertungen abzugeben oder andere damit zu beauftragen. Wer gegen das UWG verstößt, kann zum Beispiel auf Unterlassung geklagt werden, laut WKO auch dann, wenn ihn kein Verschulden trifft.

  • Keine Gegenleistung: kein Rabatt, kein Gratis-Service, keine Verlosung im Tausch für eine Bewertung. Das gilt auch für das Ändern oder Löschen einer schlechten Bewertung.
  • Keine Bewertungen von Mitarbeitenden, Familie oder Geschäftspartnern über deinen Betrieb, Google sieht darin einen Interessenkonflikt.
  • Keine selbst geschriebenen oder gekauften Bewertungen, auch nicht über mehrere Konten oder über eine Agentur.
  • Keine Vorgaben zum Inhalt: Was und wie jemand schreibt, entscheidet die Kundschaft selbst.
  • Keine Bewertungsquoten für dein Team, etwa „jeder bringt fünf Bewertungen pro Woche“.

Auf Bewertungen antworten

Antworten schreibst du über „Rezensionen lesen“ direkt in deinem Profil. Sie werden nach einer Prüfung durch Google öffentlich unter der Bewertung angezeigt, dein privater Name erscheint dabei nicht.

Google rät zu kurzen, höflichen Antworten ohne Werbung. Bei Kritik: sachlich bleiben, keine privaten Details der Person nennen, Fehler eingestehen, wo es welche gab, und dich entschuldigen, wenn es passt. Löschen kannst du fremde Bewertungen nicht. Wenn eine Bewertung aus deiner Sicht gegen die Google-Richtlinien verstößt, etwa weil sie gar nicht von Kundschaft stammt, kannst du sie bei Google melden.

Merk dir

Hol dir einmal deinen Bewertungslink und bitte danach jede Kundin und jeden Kunden mit derselben freundlichen Nachricht um eine ehrliche Bewertung, ohne Gegenleistung und ohne Druck.

Häufige Fragen

Darf ich für eine Bewertung ein kleines Dankeschön geben?

Nein. Google verbietet Anreize wie Rabatte, Gratisleistungen oder Geschenke im Tausch für Bewertungen. Ein ehrliches Danke für den Auftrag ist natürlich jederzeit erlaubt, nur eben nicht als Gegenleistung für eine Bewertung.

Dürfen Familie und Freunde meinen Betrieb bewerten?

Google sieht bei familiären Beziehungen, aktuellen oder früheren Beschäftigten und Geschäftspartnern einen Interessenkonflikt. Solche Bewertungen solltest du deshalb nicht einholen, auch wenn sie gut gemeint sind.

Kann ich eine schlechte Bewertung löschen lassen?

Selbst löschen kannst du sie nicht. Verstößt sie gegen die Google-Richtlinien, kannst du sie melden. Sonst ist eine ruhige, sachliche Antwort meist die beste Lösung, denn die lesen alle späteren Interessierten mit.

Wie machst du das in deinem Betrieb?

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Zum Stammtisch

Quellen

Alle Angaben habe ich mit diesen Quellen geprüft (Stand: 27. Oktober 2026). Die rechtlichen Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung – bei Detailfragen hilft die Wirtschaftskammer.

  1. Google Business Profile Help: Tips to get more Google reviews
  2. Google Business Profile Help: Link oder QR-Code für Rezensionen erstellen
  3. Google: Prohibited & restricted content (Maps user contributed content policy)
  4. Google Business Profile Help: Manage customer reviews
  5. Google Business Profile Help: How to improve your local ranking on Google
  6. Parlament Österreich: Ausschussbericht zum Zweiten Modernisierungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz (MoRUG II), 1568 d.B.
  7. Parlament Österreich: Erläuterungen zur Regierungsvorlage MoRUG II, 1530 d.B.
  8. WKO: Das Recht gegen unlauteren Wettbewerb – Überblick
Kenny Trappl
Kenny Trappl

Waldviertler, lebt in Gänserndorf und baut mit Klickfest Websites für heimische Betriebe. Auf Servus Kundschaft schreibt er über alles, was Kundschaft bringt. Mehr über mich

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