Google & KI

Google-Unternehmensprofil: Die Einstellungen, die wirklich zählen

Name, Kategorie, Einzugsgebiet, Feiertage und Fotos: Ich gehe mit dir die Einstellungen durch, die für einen heimischen Betrieb den Unterschied machen.

Tischlerei Mustermann 4,9 ★★★★★ Tischlerei · Gänserndorf Geöffnet · schließt um 17:00 Route Anrufen Website Speichern ✓ Richtige Kategorie ✓ Aktuelle Öffnungszeiten ✓ Echte Fotos
Kurz gesagtEin vollständiges, ehrliches und aktuelles Profil ist das, was du selbst für deine Sichtbarkeit in Google Maps tun kannst, und es kostet dich nach der Einrichtung nur ein paar Minuten im Monat.

Das Google-Unternehmensprofil ist für viele Kleinbetriebe die wichtigste Visitenkarte im Netz. Es erscheint direkt in der Google-Suche und in Google Maps, oft noch bevor jemand deine Website sieht. Die Grundeinrichtung ist schnell erledigt. Den Unterschied machen ein paar Details, die viele übersehen.

Google bewertet lokale Ergebnisse laut eigener Hilfe nach drei Dingen: Relevanz, also wie gut dein Profil zur Suche passt; Entfernung zur suchenden Person; und Bekanntheit deines Betriebs. Ein besseres Ranking kaufen kann man nicht. Umso mehr lohnt es sich, die Felder sauber auszufüllen, die du selbst in der Hand hast. Hier gehe ich sie der Reihe nach mit dir durch.

Der Name: so, wie er auf deinem Schild steht

Google verlangt, dass der Profilname dem echten Namen deines Betriebs entspricht, so wie er auf Schild, Briefpapier oder Rechnung steht. Zusätzliche Suchbegriffe, Ortsangaben, Werbesprüche oder Telefonnummern im Namen sind nicht erlaubt.

„Installationen Mustermann“ ist also richtig. „Installateur Musterrohr – 24h Notdienst Gänserndorf“ ist es nicht, auch wenn man das in Maps immer wieder sieht. Solche Zusätze widersprechen den Google-Richtlinien. Was du an Leistungen und Orten zeigen willst, gehört in Kategorie, Leistungen, Einzugsgebiet und Beschreibung.

Adresse oder Einzugsgebiet

Wenn Kundschaft zu dir ins Geschäft kommt, gibst du deine Adresse an. Wenn du zur Kundschaft fährst, also etwa als Elektriker, Malerin oder Gärtner, bist du laut Google ein Betrieb mit Einzugsgebiet. Dann sollst du deine Adresse für Kundinnen und Kunden ausblenden. Wer beides hat, etwa einen Schauraum mit Personal und Montage vor Ort, kann Adresse und Einzugsgebiet gemeinsam angeben.

Das Einzugsgebiet legst du nicht als Kreis fest, sondern über Orte, Postleitzahlen oder Gebiete. Google erlaubt bis zu 20 Einträge, und das gesamte Gebiet sollte nicht weiter als etwa zwei Autostunden von deinem Standort entfernt sein.

So geht’s: Ein Elektriker aus Strasshof trägt zum Beispiel ein: Strasshof an der Nordbahn, Gänserndorf, Deutsch-Wagram, Wolkersdorf, Markgrafneusiedl und Bezirk Gänserndorf. Zu finden unter „Profil bearbeiten“, dann beim Standort das Einzugsgebiet.

Die richtige Hauptkategorie

Die Kategorien beeinflussen laut Google dein lokales Ranking. Die Hauptkategorie soll deinen Betrieb am besten beschreiben. Zusätzliche Kategorien sind für weitere Bereiche gedacht, nicht für jedes einzelne Produkt. Google rät, so wenige Kategorien wie möglich zu wählen, so genau wie möglich, aber passend zum Kerngeschäft.

Eine hilfreiche Faustregel aus den Google-Richtlinien: Denk an „Dieser Betrieb IST ein …“ und nicht an „Dieser Betrieb HAT ein …“. Eine Bäckerei mit ein paar Stehtischen ist eine Bäckerei und kein Café. Eigene Kategorien kannst du nicht anlegen, du wählst aus der Liste. Je nach Kategorie schaltet Google übrigens zusätzliche Funktionen frei, etwa einen Buchungs-Button für Friseure.

Gut zu wissen: Wenn du eine Kategorie änderst, kann Google eine neue Bestätigung deines Profils verlangen. Plan solche Änderungen deshalb nicht kurz vor einer wichtigen Saison.

Öffnungszeiten und Feiertage

Nichts ärgert mehr als eine verschlossene Tür, obwohl Google „Geöffnet“ anzeigt. Trag deine regulären Öffnungszeiten ein und ergänze Sonderöffnungszeiten für einzelne Tage. Google empfiehlt sogar, die Zeiten für offizielle Feiertage zu bestätigen, wenn sie gleich bleiben wie sonst. Damit weiß die Kundschaft, dass die Angabe stimmt.

Damit Sonderöffnungszeiten angezeigt werden, müssen bei deinem Profil die regulären Öffnungszeiten aktiv sein, es darf also nicht als geschlossen oder ohne Öffnungszeiten markiert sein. Ein Eintrag für Sonderöffnungszeiten kann bis zu sechs aufeinanderfolgende Tage abdecken. Bei Schließungen von sieben Tagen oder länger, etwa beim Betriebsurlaub, empfiehlt Google stattdessen die Option „Vorübergehend geschlossen“.

  • Mariä Empfängnis: Dienstag, 8. Dezember 2026
  • Christtag und Stefanitag: Freitag, 25., und Samstag, 26. Dezember 2026
  • Neujahr: Freitag, 1. Jänner 2027
  • Heilige Drei Könige: Mittwoch, 6. Jänner 2027
  • Ostermontag 2027: 29. März

So geht’s: Setz dir jetzt einen Termin im Kalender: Ende November alle Feiertage bis Dreikönig eintragen, im Februar die Feiertage bis Pfingsten. Zu finden unter „Profil bearbeiten“, dann bei den Öffnungszeiten das Stift-Symbol neben den Sonderöffnungszeiten.

Beschreibung und Leistungen ausfüllen

In der Beschreibung hast du bis zu 750 Zeichen Platz. Google schlägt vor, darin zu erklären, was du anbietest, was dich ausmacht, wie lange es deinen Betrieb schon gibt und was für Kundschaft sonst hilfreich ist. Links, HTML, Preise und Aktionen gehören nicht hinein.

Ein Beispiel: „Malerbetrieb in Gänserndorf seit 2009. Ich übernehme Innenanstriche, Fassaden und Lackierarbeiten für Private und kleine Betriebe im Bezirk Gänserndorf und im Weinviertel. Bei mir haben Sie von der Besichtigung bis zur Endreinigung einen fixen Ansprechpartner.“

Bei vielen Dienstleistern bietet Google zusätzlich einen Bereich für Leistungen an. Dort wählst du vorgeschlagene Leistungen aus oder legst eigene an und kannst jeweils eine kurze Beschreibung und einen Preis ergänzen. Im Namen einer eigenen Leistung haben Preise und Telefonnummern nichts verloren, sonst lehnt Google ihn automatisch ab.

Fotos, die Google gerne anzeigt

Fotos lädst du als JPG oder PNG hoch, zwischen 10 KB und 5 MB groß, empfohlen sind mindestens 720 mal 720 Pixel. Sie sollen scharf und gut belichtet sein und nicht stark bearbeitet oder mit Filtern verfremdet. Sichtbar werden deine Fotos erst, wenn das Profil bestätigt ist.

Ein Detail, das viele nicht kennen: Ist dein gewähltes Titelbild von schlechter Qualität, kann Google stattdessen ein Foto zeigen, das jemand anderer hochgeladen hat. Ein gutes eigenes Titelbild lohnt sich also. Was sich gut fotografieren lässt, zeige ich im Artikel über echte Fotos.

So geht’s: Nimm dir vor, jeden Monat zwei neue Fotos hochzuladen: eines von einer abgeschlossenen Arbeit, eines von dir oder deinem Team bei der Arbeit.

Auf Bewertungen antworten

Wenn du auf Bewertungen antwortest, zeigst du laut Google, dass dir das Feedback wichtig ist. Google rät zu kurzen, höflichen und persönlichen Antworten ohne Werbung. Statt unter jede Bewertung dasselbe „Danke!“ zu setzen, lieber dort antworten, wo du etwas ergänzen oder eine Frage klären kannst.

Bei Kritik gilt: ruhig bleiben, keine privaten Details nennen, Fehler eingestehen, wo es welche gab, und dich entschuldigen, wenn es passt. Deine Antwort lesen später viele zukünftige Kundinnen und Kunden mit.

Merk dir

Ein vollständiges, ehrliches und aktuelles Profil ist das, was du selbst für deine Sichtbarkeit in Google Maps tun kannst, und es kostet dich nach der Einrichtung nur ein paar Minuten im Monat.

Häufige Fragen

Muss ich meine Privatadresse im Profil zeigen?

Nein. Wenn du zu deiner Kundschaft fährst und dort keine Kundschaft empfängst, sollst du laut Google deine Adresse ausblenden und stattdessen ein Einzugsgebiet mit Orten oder Postleitzahlen angeben.

Darf ich meinen Ort in den Firmennamen schreiben, damit ich besser gefunden werde?

Nur wenn er tatsächlich Teil deines echten Firmennamens ist, also etwa auf deinem Schild steht. Zusätzliche Suchbegriffe oder Ortsangaben im Namen verstoßen gegen die Google-Richtlinien.

Kann ich Google für ein besseres Ranking bezahlen?

Nein. Google schreibt ausdrücklich, dass man ein besseres lokales Ranking weder beantragen noch bezahlen kann. Was hilft, sind vollständige und richtige Angaben, ein bestätigtes Profil und echte Bewertungen.

Wie machst du das in deinem Betrieb?

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Zum Stammtisch

Quellen

Alle Angaben habe ich mit diesen Quellen geprüft (Stand: 27. Oktober 2026). Die rechtlichen Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung – bei Detailfragen hilft die Wirtschaftskammer.

  1. Google Business Profile Help: Guidelines for representing your business on Google
  2. Google Business Profile Help: How to improve your local ranking on Google
  3. Google Business Profile Help: Edit your business category
  4. Google Business Profile Help: Service area for your business
  5. Google Business Profile Help: How to set special hours
  6. Google Business Profile Help: Edit your Business Profile (Beschreibung)
  7. Google Business Profile Help: Manage your services on your Business Profile
  8. Google Business Profile Help: Manage your Business Profile photos & videos
  9. Google Business Profile Help: Tips to get more Google reviews
  10. Stadt Wien (wien.gv.at): Gesetzliche Feiertage in Österreich
Kenny Trappl
Kenny Trappl

Waldviertler, lebt in Gänserndorf und baut mit Klickfest Websites für heimische Betriebe. Auf Servus Kundschaft schreibt er über alles, was Kundschaft bringt. Mehr über mich

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