Website

Brauche ich als kleiner Betrieb überhaupt eine Website?

Nicht jeder Betrieb braucht eine eigene Website. Mit sechs Fragen findest du heraus, ob dir ohne Seite Anfragen entgehen.

Person arbeitet am Laptop an einer Website
Kurz gesagtEin gepflegtes Google-Profil reicht für viele den Anfang. Sobald du erklären, überzeugen oder Anfragen sammeln willst, lohnt sich eine einfache eigene Seite.

Die ehrliche Antwort zuerst: nicht unbedingt. Es gibt kleine Betriebe, die mit einem gut gepflegten Google-Unternehmensprofil und Mundpropaganda gut auskommen. Und es gibt andere, denen ohne eigene Website jeden Monat Anfragen entgehen, ohne dass sie es merken. Ich mache selbst Websites für lokale Betriebe, deshalb möchte ich hier bewusst fair sein. In diesem Beitrag bekommst du eine einfache Entscheidungshilfe, damit du selbst beurteilen kannst, wo du stehst.

Was ein Google-Profil schon kann

Ein Google-Unternehmensprofil ist kostenlos und zeigt deinen Betrieb in der Google-Suche und auf Google Maps. Dort stehen Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen. Für viele Suchen wie „Bäcker in der Nähe“ ist das genau das, was jemand braucht: Wo ist es, hat es offen, wie sind die Bewertungen.

Wenn dein Geschäft vor allem davon lebt, dass Leute aus der Umgebung vorbeikommen, und du nicht viel erklären musst, kann das Profil für den Anfang reichen. Google beschreibt selbst, wie man mit einem vollständigen Profil in der lokalen Suche besser sichtbar wird.

Wo ein Profil an seine Grenzen kommt

Ein Profil gehört aber nicht dir. Google entscheidet, wie es aussieht, was angezeigt wird und welche Regeln gelten. Und es hat wenig Platz. Eine eigene Website hilft vor allem dann, wenn:

  • du etwas erklären musst. Was genau machst du, was nicht, wie läuft ein Auftrag ab, in welcher Region arbeitest du? Ein Handwerker, eine Physiotherapeutin oder ein Steuerberater braucht dafür mehr als ein paar Zeilen.
  • Kunden vergleichen. Wer zwischen drei Betrieben schwankt, schaut sich gern die Websites an. Gibt es keine oder wirkt sie sehr alt, entscheidet man sich schnell für den anderen.
  • du Anfragen statt Laufkundschaft willst. Eine Seite mit klarer Telefonnummer und einem einfachen Kontaktformular bringt Anfragen auch dann, wenn du gerade nicht ans Telefon gehen kannst.
  • du für mehr als deinen Namen gefunden werden willst. Mit einer Website kannst du für einzelne Leistungen auftauchen, etwa „Badsanierung“ oder „Hochzeitstorte bestellen“, nicht nur über die Karte.
  • du Personal suchst. Bewerber schauen fast immer nach, wer hinter einer Stellenanzeige steckt.

Was du rechtlich wissen solltest

Wenn du eine Website hast, gelten in Österreich ein paar Pflichten. Die Wirtschaftskammer fasst zusammen, dass für Unternehmens-Websites Informationspflichten nach dem E-Commerce-Gesetz gelten und zusätzlich die Offenlegung nach dem Mediengesetz. Die Angaben müssen ständig verfügbar und leicht auffindbar sein. Die WKO bietet dafür Musterbroschüren für verschiedene Rechtsformen an. Dazu kommt eine Datenschutzerklärung, sobald du zum Beispiel ein Kontaktformular verwendest.

Das klingt nach viel, ist aber meistens eine einmalige Sache. Auch eine alte Website, die niemand mehr pflegt, muss diese Angaben haben.

Die Entscheidungshilfe: 6 Fragen

Beantworte diese Fragen mit Ja oder Nein:

  1. Muss ich Kunden erklären, was ich genau mache oder wie ein Auftrag abläuft?
  2. Vergleichen meine Kunden normalerweise mehrere Anbieter, bevor sie sich melden?
  3. Will ich mehr Anfragen per Telefon oder Formular, nicht nur Laufkundschaft?
  4. Möchte ich für einzelne Leistungen gefunden werden, nicht nur für meinen Namen?
  5. Suche ich gerade oder bald Mitarbeiter?
  6. Habe ich schon eine Website, die älter ist als mein Handy?

Null oder ein Ja: Kümmere dich zuerst um dein Google-Profil und um Bewertungen. Eine Website kann warten.

Zwei oder drei Ja: Eine einfache Seite lohnt sich wahrscheinlich. Es muss keine große Website sein, oft reicht eine einzige, gut gemachte Seite.

Vier oder mehr Ja: Dir entgehen ziemlich sicher Anfragen. Eine eigene Website ist hier keine Spielerei, sondern ein Werkzeug.

Wie eine einfache Seite aussehen kann

Für die meisten kleinen Betriebe reicht weniger, als man denkt:

  • oben in einem Satz, was du machst und wo,
  • deine Leistungen in kurzen Abschnitten,
  • ein paar echte Fotos von dir und deiner Arbeit,
  • Telefonnummer zum Antippen, Adresse, Öffnungszeiten,
  • ein Link zu deinen Google-Bewertungen,
  • Impressum und Datenschutz.

Wichtig ist, dass die Seite am Handy gut funktioniert, denn dort schauen die meisten nach. Und dass du sie aktuell halten kannst, ohne jedes Mal jemanden anrufen zu müssen.

Mein ehrliches Fazit

Eine Website ist kein Muss für jeden. Ein gepflegtes Google-Profil ist für viele kleine Betriebe der wichtigere erste Schritt. Sobald du aber erklären, überzeugen oder Anfragen sammeln willst, ist eine eigene, einfache Seite meist die bessere Lösung als gar keine oder eine sehr alte.

Wenn du nach den sechs Fragen merkst, dass du eine Seite brauchst, und dir jemand dabei helfen soll: Das ist genau das, was ich mit Klickfest mache. Wenn nicht, ist das auch völlig in Ordnung. Dann fang mit deinem Google-Profil an.

Merk dir

Ein gepflegtes Google-Profil reicht für viele den Anfang. Sobald du erklären, überzeugen oder Anfragen sammeln willst, lohnt sich eine einfache eigene Seite.

Brauchst du eine einfache Seite?

Mit Klickfest baue ich schlanke Websites für heimische Betriebe, die am Handy funktionieren und Anfragen bringen.

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Quellen

Alle Angaben habe ich mit diesen Quellen geprüft (Stand: 28. Oktober 2026). Die rechtlichen Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung – bei Detailfragen hilft die Wirtschaftskammer.

  1. Google Unternehmensprofil-Hilfe: Tipps zur Verbesserung des lokalen Rankings bei Google
  2. WKO: Impressum und Offenlegung
  3. WKO: Das korrekte Website-Impressum (Einzelunternehmen, PDF)
  4. Unternehmensserviceportal: Impressumspflicht gemäß § 24 Mediengesetz
Kenny Trappl
Kenny Trappl

Waldviertler, lebt in Gänserndorf und baut mit Klickfest Websites für heimische Betriebe. Auf Servus Kundschaft schreibt er über alles, was Kundschaft bringt. Mehr über mich

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